Der Weg nach Norden

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Peer-Gynt

Das Bühnenstück:

Es wurde im Jahre 1867 von Henrik Ibsen in Italien geschrieben, die Bühnenmusik schrieb Edvard Grieg.
    Das Stück dessen Handlung im Anfang des 19. Jahrhunderts beginnt und gegen die sechziger Jahre hin endigt, spielt teils im Gudbrandstal und seinen Bergen, teils an der Küste von Marokko, in der Wüste Sahara, im Tollhaus zu Kairo, auf See usw.
    Drama  schildert die Geschichte einer Selbstfindung: »Du selbst zu sein, sei dein Ruhm« - dieser Satz durch zieht leitmotivisch das Werk. Der hübsche Bauernjunge zeichnet sich durch reiche Fantasie und unbändigen Tatendrang aus, doch gelingt es ihm nicht, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen und sein »Selbst« zu finden, alles, was er anpackt, bleibt Episode: Ob er die Braut eines Andern verführt und wieder verlässt, sich am Hof der Trolle im Dovrefjell als Schwiegersohn vorstellt, oder ob er für seine Geliebte Solveig eine Waldhütte baut - alles bleibt Episode. Den ruhenden Gegenpol zu diesem unsteten Umherschwärmen bildet Solveig. Während Solveig in der Waldhütte lebt und in ihrer Arbeit und der gedanklichen Liebe zu Peer Erfüllung findet, reist Peer in die Fremde, um sein »Kaiserreich« zu gründen, doch fern der Heimat widerfährt ihm dasselbe: Er bleibt »ein Mann, der niemals er selbst gewesen.« Als alter Mann kehrt er zurück und begegnet der inzwischen erblindeten Solveig wieder. Dem Heimatlosen sagt Solveig, wo sein »Selbst« die ganze Zeit über war: »In meinem Glauben, in meinem Hoffen, in meinem Lieben.« Indem Peer zu Solveig heimfindet, findet er zu sich selbst.

Das gesamte Stück können sie nachlesen unter :Peer Gynt im Projekt Gutenberg

Die Person:

Ob es Peer Gynt wirklich gegeben hat oder nicht steht nicht ohne Zweifel fest.
Sein wahrer Name soll Peder Olsen Hågå gewesen sein und er Lebte auf dem gleichnamigen Hof in Sødrop.

Henrik Ibsen selbst schrieb an den dänischen Verleger Frederik Hegel am 8.August 1867 :
"Wenn es Sie interessiert, so hat Peer Gynt wirklich existiert. Er lebte im Gudbrandsdal, wahrscheinlich Ende des vorigen oder Anfang dieses Jahrhunderts. Sein Name ist noch unvergessen bei dem Volk da oben, aber über sein Tun und Treiben weiß man nicht viel mehr, als was in Asjbønsens > Norwegischen Feenmärchen < in dem Abschnitt > Hochgebirgsbilder < zu finden ist. Es ist also nicht viel, worauf ich meine Dichtung aufbauen konnte, aber um so größere Freiheit ist mir dafür geblieben".