Finse
- Der höchste Bahnhof in Nordeuropa
Webcam von Finse dem höchsten Bahnhof (1222m)
in Norwegen
(Alle Rechte liegen beim Betreiber Bergens-Tidende
)

Finse liegt am Nordrand der Hardangervidda am Fuße des Hardangerjøkulen
- Gletscher in Zentralnorwegen. Der kleine Ort liegt an der berühmten
Bergenbahn, die Oslo mit Bergen verbindet. Von Finse sind es 302,1 Km
bis Oslo und 169,1 Km bis nach Bergen, wie an dem Schild am Bahnhof zuentnehmen
ist.

Mit einer Höhe von 1222,2 m ist dieser Bahnhof der höchste
in ganz Nordeuropa.
In Finse gibt es ein Hotel mit dem Namen Finse 1222, eine Finsehytta des
DNT (Norwegischer Touristenverein).
Des weiteren lohnt der Besuch des Rallarmuseet, ein Museum über den Bau
der Bergenbahn (Öffnungszeiten:
1.Juli - 1.Oktober 10:00 Uhr - 22:00 Uhr).
Finse ist Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen und der Rallarvegen
ist eine beliebte Tour für Mountain Bike's. Der Rallarvegen, ist der Weg,
der Arbeiter, die am Bau der Bergenbahn beteiligt waren.
Ohne den Bau der Bergenbahn würde der Kleine Ort nicht existieren, die
gesamte Versorgung findet über die Bahn, auch der Müll und andere Sachen
werden mit der Bahn transportiert.
Das Hotel Finse war in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ein beliebter
Treffpunkt der schönen und Reichen aus aller Welt.
In Finse herrschen extreme Witterungsbedingungen, Temperaturen im Winter
von unter -20°C und + 30°C im Sommer, dazu Stürme mit Orkanstärke.
Besonders die schnellen Wetterumschwünge innerhalb von Stunden, machen
die Extreme. Ein Tag der mit blauem Himmel beginnt, kann bald in einen
Tag mit Schneesturm übergehen.
Gerade diese Bedingungen sind es die Finse ausmachen.
Auf Grund dieser Wetterbedingungen ist Finse ein gutes Trainingsgebiet
für Polarexpeditionen. Berühmte Polarforscher wie Robert Falcon Scott
und Roald Amundsen, Nansen und Shackleton waren in Finse um sich auf ihre
Fahrten vorzubereiten.

Finse im Winter
Dieses Foto stammt von Svein Ulvund
von seiner Homepage VossNow http://www.vossnow.net/
Aber nicht nur Polarforscher bereiteten sich in Finse auf ihre Unternehmungen
vor.
Im 2.Weltkrieg wurden auch ganz andere Dinge von der deutschen Wehrmacht
in Finse erprobt:
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Als die Wehrmacht im Frühjahr 1940 Dänemark
und Norwegen überrannt hatte, stand der deutsche Generalstab ungefähr
vor den gleichen Kalt-Krieg-Problemen wie heute der amerikanisch-kanadische.
Es schien für Hitler damals so als brauche er nur den Luftsprung
über Island nach Grönland zu tun, um die USA aus der Luft zu packen,
ehe sie mit ihrer Rüstung fertig waren. Das deutsche flugwissenschaftliche
Institut "Forschungsanstalt Graf Zeppelin" unter Professor
Madelung kam dem Hermann Göring damals mit der Idee, mitten auf
dem grönländischen Gletschereis Flugplätze anzulegen. Göring war
Feuer und Flamme und gab den Auftrag, zunächst im kleinen zu probieren.
Für die Versuche wurde der 120 qkm große Hardanger-Gletscher in
Südnorwegen ausgewählt, halbwegs zwischen Oslo und Bergen. Am Gletscherfuß
wurde die Versuchsstation Finse eingerichtet. Polarexperten, Meteorologen,
Alpinisten und Sachverständige aus dem Alpenkrieg 1914/18 arbeiteten
im Winter 1940/41 mit erheblichem Aufwand am Hardanger-Gletscher.
Aber Zelte wurden von rasenden Stürmen weggefegt und Menschen und
Gerät verschwanden in unergründlichen Gletscherspalten. "Die
Alliierten hatten bald herausspioniert, um was es ging und bombardierten
die Versuchsstation Finse am Gletscherfuß. Im selben Winter setzten
die Amerikaner sich schon auf Grönland fest, bauten Flugplätze und
saßen bald auch auf Island. Göring ließ das Hardanger-Unternehmen
abbrechen.
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Die Umgebung von Finse diente auch immer wieder als Filmkulisse:.
Am 5. März 1979 beganen die Dreharbeiten in Finse zu George Lucas Star
Wars V - Das Imperium schlägt zurück.
Zu den optisch beeindruckendsten Sequenzen zählt die Schlacht
um den Eisplaneten Hoth eine rasant geschnittene Action-Partitur aus
Luft- und Bodenkämpfen, Explosionen, Flugaufnahmen und Modellanimationen.
Die Realszenen wurden in Eiseskälte im norwegischen Finse gedreht.

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